Rohstoffe: Investieren und kaufen
Wie kann man Rohstoffe als Geld- und Kapitalanlage nutzen?
Auf der Suche nach einer Alternative zu verzinslichen Geldanlagen oder Aktien interessieren sich immer mehr Anleger auch dafür, in Rohstoffe zu investieren.
Rohstoffe kann man allerdings nicht in direkter Form kaufen, indem man sich beispielsweise einige Fässer Rohöl im Keller lagert, sondern man muss beim Investment in Rohstoffe indirekt über den „Umweg“ anderer Finanzprodukte investieren. Zu den verschiedenen Finanzprodukten, durch die man auch in Rohstoffe investieren kann, zählen zum Beispiel Aktien, Optionen, Futures, Zertifikate oder ETCs (Exchange Traded Commodities).
Auf die jeweiligen Anlageformen wird in der Folge noch näher eingegangen. Zu den möglichen Rohstoffen, die man in Form der zuvor erwähnten Finanzprodukte indirekt erwerben kann, zählen in erster Linie Gold, Silber, Aluminium und Rohöl. Mittlerweile können zudem auch weitere Rohstoffe wie Weizen, Kaffee oder Mais gehandelt werden, da gerade Nahrungsmittel immer größere Bedeutung als Energielieferant erhalten (zum Beispiel Biosprit etc.).
Anlage in Rohstoffe durch Aktien und Zertifikate
Die erste Alternative, wie man als Anleger auch in Rohstoffe investieren kann, bietet sich in Form von Aktien. Wenn man so genannte Rohstoffaktien kaufen und sein Kapital in diese Aktien investieren möchte, so bieten sich hier in erster Linie zum Beispiel Öl- oder Goldaktien an.
Es handelt sich dabei zumeist um Unternehmen in Form von Aktiengesellschaften, deren Hauptgeschäftsfeld die Gewinnung und der Verkauf der genannten Rohstoffe ist. Bekannte Rohstoffaktien sind beispielsweise Goldaktien (Goldminenaktien) oder Ölaktien der großen Ölkonzerne wie zum Beispiel BP, Shell oder Exxon.
Wenn der Preis des jeweiligen Rohstoffes steigt, steigt normalerweise darauf hin auch der Kurs der entsprechenden Aktie, sodass der Anleger durch dieses indirekte Investment in die Rohstoffe ebenfalls einen Gewinn verzeichnen kann.
Das Investment in Zertifikate ist ebenfalls eine Möglichkeit, wobei man hier in der Regel nicht in einzelne Unternehmen investiert, sondern in eine gesamte Branche, wie zum Beispiel die Ölbranche.
Investment in Rohstoffe durch Derivate und ETCs
Eine relativ spekulative Möglichkeit des Investments in Rohstoffe ist der Erwerb von Derivaten und ETCs. Bei den Derivaten handelt es sich um Optionen oder Futures, also um Terminkontrakte.
Der Anleger hat hier die Möglichkeit, zu Beispiel eine bestimmte Menge an Gold per Termin zu einem festen Preis zu kaufen. Steigt nun der Preis des Goldes in den nächsten Wochen, so kann der Kunde hohe Gewinne erzielen. Fällt der Preis des Goldes allerdings, so sind auch erhebliche Verluste möglich.
Das Investment in die so genannten ETCs funktioniert auf ähnliche Art und Weise. Auch hier investiert der Anleger indirekt in den Preis der Rohstoffe und hofft, dass diese im Wert steigen. Grundsätzlich muss man sich als Anleger beim Handel mit Rohstoffen allerdings immer darüber im Klaren sein, dass es sich dabei generell um ein spekulatives Investment handelt, im Rahmen dessen sowohl hohe Renditen als auch sehr große Verluste bis hin zum Totalverlust möglich sind.