Kapitalanlage


Eine Kapitalanlage bietet dem Anleger die Möglichkeit, sein Geldvermögen zu vermehren.

Wie lange das Kapital angelegt wird und mit welchem Risiko ist immer von den Zielen und Wünschen abhängig, die der Anleger verfolgt. Eine Kapitalanlage kann der Sparer zum Beispiel mit dem Ziel vornehmen, Einkommenssteuer zu sparen oder um eine hohe Rendite zu erzielen, als auf dem klassischen Sparbuch. Viele Sparer verfolgen auch das Ziel, ihr Kapital bis zum Rentenalter zu vermehren und danach damit ihre Rente zu erhöhen. Dieser Gruppe dient die Kapitalanlage zum Aufbau und Ausbau von Vermögen.

Für eine Kapitalanlage bieten sich verschiedene Möglichkeiten an.

Traditionell kann Kapital bei Banken und Versicherungen angelegt werden oder bei freien Finanzberatern. Erfahrene Anleger können ihr Vermögen auch selbst managen. Jede Anlage von Kapital birgt auch immer das Risiko von Verlusten. Um diese Risiken zu minimieren, empfiehlt sich das Splitting des Gesamtvermögens in verschiedene Anlageformen. Die klassische Aufteilung empfiehlt 10 bis 20 Prozent der Kapitalanlage in Aktien oder Fonds, ungefähr der gleiche Prozentsatz in Immobilien, 10 Prozent in Rohstoffe und den Rest in sichere oder schnell kapitalisierbare, festverzinsliche Anlagen.

Kapitalanlage in Fonds

Investmentfonds sind eine Möglichkeit der Investition in börsennotierte Papiere, ohne sich auf einen einzelnen Wert festzulegen. Anteile an Investmentfonds können mit einem einzelnen Betrag erworben werden oder in monatlichen kleineren Summen. Auch die Kombination aus Einmalzahlung und monatlichem Sparbetrag sind denkbar. Investmentfonds investieren in Aktien und Rentenpapieren sowie in Immobilien. Fonds mit einem Aktienanteil sind risikoreicher als Fonds in festverzinslichen Wertpapieren. Anleger können bei Fonds dementsprechend mit einem höheren Aktienanteil eine höhere Rendite erzielen, gehen dabei aber auch ein größeres Risiko ein. Weitere Informationen zu Fonds

Kapitalanlage in Immobilien

Die Immobilienanlage kann zum einen zur Selbstnutzung oder zur Fremdnutzung erfolgen. Bei fremd genutzten Immobilien stellen die Mieteinnahmen bzw. die steuerliche Abschreibung den Ertrag dar. Vor allem im Alter ergänzen die Mieteinnahmen aus vermieteten Immobilien die Renteneinkünfte. Auch die selbst genutzte Immobilie stellt eine Kapitalanlage dar. Die eingesparte Miete erhöht das zur Verfügung stehende Einkommen. Wenn die Immobilie später einmal verkauft wird, ist der Verkaufserlös ebenfalls als Gewinn anzusehen. Bei Immobilien gilt eine 10-jährige Spekulationsfrist zur Steuerfreiheit auf Verkaufserlöse.

Kapitalanlage in Rohstoffen

Auch wenn direkt Rohstoffe erworben werden können, bieten Finanzinstitute eher Optionsscheine oder Anteile an Rohstoffen an. Das bekannteste Rohstoff-Investment von privaten Anlegern ist Gold. Hier können Barren und Münzen erworben werden. Beim Kauf und Verkauf fallen jedoch häufig Transaktionsgebühren an. Eine weitere Möglichkeit, um von den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten zu profitieren, besteht im Kauf von Aktien der betreffenden Unternehmen, also beispielsweise Aktien von Öl-Firmen oder Goldminen. In den letzten Jahren haben die Preise einiger Rohstoffe stark zugelegt, wie beim Gold. Grundsätzlich werden die Preise der Rohstoffe aber auch immer wieder von Spekulanten beeinflusst, wie beim Öl, was einen schnellen und starken Preisverfall zur Folge hat. Rohstoffinvestments sind daher eher kurzfristig zu betrachten.

Wissenswertes zu Kapitalanlagen

Ein Anleger sollte die Entwicklung seines Kapitals auch bei einer Beratung durch Spezialisten immer selbst im Blick behalten.
Viele Anleger warten bei einer guten Entwicklungsphase oft zu lange, um Gewinne zu realisieren. Erfahrene Anleger nehmen "Gewinne mit", investieren neu oder schichten Teile der Kapitalanlage um, wenn die Investition innerhalb einer bestimmten Frist nicht den erhofften Ertrag bringt. Kapitalanleger müssen seit Anfang 2009 außerdem die Abgeltungssteuer berücksichtigen, die bis auf wenige Ausnahmen, auf alle Kapitalanlagen anfällt. Bei der Realisierung von Gewinnen sollte dieser direkte Steuerabzug mit einberechnet werden.